RDRWind‑Expertise im Ministerium: Andrea Fehr spricht über die DIN-Norm 4866
Am 16.06.2026 war es wieder soweit. Einmal im Jahr bietet das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, unterstützt von der LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH eine Behördenschulung zu aktuellen Themen an.
Dieses Mal ging es um das Thema „Windenergieanlagen und Technik“.
Im Zentrum der Fachvorträge stand der Beitrag „Rückbau mit System: Von der DIN SPEC zur DIN-Norm 4866“ von Andrea Fehr, Vorstand der Industrievereinigung RDRWind e.V.
Der RDRWind setzt sich seit vielen Jahren für einheitliche Standards bei Rückbau, Demontage und Recycling von Windenergieanlagen ein. Andrea Fehr beleuchtete in ihrem Vortrag den entscheidenden regulatorischen Wandel der Branche.
Dies bedeutet auch Sicherheit für Behörden: Die neue DIN-Norm 4866 schließt bestehende Grauzonen. Sie gibt den Genehmigungs- und Überwachungsbehörden einen verlässlichen und rechtssicheren Leitfaden an die Hand, um Rückbaukonzepte zu prüfen, behördliche Auflagen präzise zu definieren und den ordnungsgemäßen Prozess zu überwachen.
Neben dem reinen Abbruch regelt die Norm transparente Standards für das Recycling – insbesondere von Verbundwerkstoffen wie Rotorblättern – und sichert die Rückführung wertvoller Rohstoffe in den Stoffkreislauf.
Exkurs: Praxisnaher Blick auf den Fundamentrückbau
Ergänzt wurde die Fachtagung durch einen praxisnahen Exkurs, den Florian Freudenberg (RDRWind e.V.) leitete.
Der Fokus lag hierbei auf einer der größten technischen Herausforderungen beim Rückbau: der vollständigen Beseitigung und Verwertung der tonnenschweren Stahlbetonfundamente im Boden.

